Handwerker sind den Kirchen in St. Joost und Wüppels „aufs Dach“ gestiegen. Auf dem Glockenturm der St. Jodocus-Kirche befestigten sie verrutschte Dachpfannen wieder an Ort und Stelle und dichteten durch Wind und Wetter porös gewordene Bockpfannen ab. Ein Blick unter die Pfannen offenbarte, dass bereits Teile des Dachstuhls durch eingedrungene Nässe gelitten haben. Ein Dachbalken musste sofort erneuert werden. „Um eine komplette Sanierung des Dachstuhls kommen wir wohl nicht herum“, sagte Kirchenratsmitglied Heinz Martin, der die Arbeiten betreute. Auf der Apsis stellten die Handwerker ebenfalls marode Pfannen fest, die mit einem Spezialanstrich abgedichtet wurden. „Aber auch hier müssen wir sicherlich früher oder später über eine Instandsetzung nachdenken“, sagte Martin. Die Handwerker arbeiteten von einer Hebebühne aus, so konnten sie die Dachrinnen der kleinen Kirche gleich mit säubern.
Das war in Wüppels leider nicht möglich, denn es gibt keine Zuwegung für ein solches Fahrzeug. Dort ging es für die Handwerker deshalb nur über Leitern aufs Dach. Auf dem Kirchenschiff ersetzten sie eine Bockpfanne und auf der Apsis fehlende Schindeln. Sie machten anschließend auf ein etwas größeres Problem aufmerksam: Die Pfannen reichen zu weit in die Dachrinne hinein. Das Wasser, das in regenreichen Zeiten in der Rinne stehe, habe die Pfannen angegriffen. „Die untere Reihe müsste gekürzt werden“, empfahlen die Dachdecker.
