Bauausschuss begutachtet Gebäude

Gemeinsam mit der Energieberaterin der Landeskirche, Wiebke Weidner (von links), besahen sich Angelika Eikermann, Jürgen Habben, Herbert Ulfers und Heinz Martin vom Bauausschuss Gemeindehäuser und Kirchengebäude. Unser Bild entstand in St. Joost. Foto: Dörte Salverius

Bauausschuss begutachtet Gebäude aus energie- und klimatechnischer Sicht.

Die nachhaltigste Methode ist: Nicht mehr heizen

Das Klima schützen, CO2-Emissionen verringern und Energie einsparen – das sind Herausforderungen, denen sich auch die Kirchengemeinden mit der Vielzahl ihrer Gebäude stellen müssen. Darum ging es gleich in der ersten Sitzung des Bauausschusses der Kirchengemeinde Wangerland. Ziel war es zunächst, die Gemeindehäuser und Kirchen aus energie- und klimatechnischer Sicht einzuschätzen. Fachliche Unterstützung erhielten die Mitglieder des Bauausschusses dabei von Wiebke Weidner. Sie ist Architektin und Energieberaterin der oldenburgischen Landeskirche.

Bei einer Bereisung wurden die Kirchen in Pakens, Hohenkirchen, Tettens, Wüppels und St. Joost angesehen, außerdem das Walter-Spitta-Haus in Hooksiel, das Stephanus-Haus in Hohenkirchen, das Gemeindehaus in Tettens sowie das Pfarrhaus in Hooksiel. Insgesamt hat die Kirchengemeinde Wangerland mit ihren 4200 Mitgliedern neun Kirchen und sechs Gemeindehäuser zu unterhalten.

Die Möglichkeiten, die Energiebilanz der jahrhundertealten Kirchengebäude zu verbessern, sind naturgemäß äußerst begrenzt. In der Vergangenheit sind verschiedenste Heizsysteme eingebaut worden, die von inzwischen defekten Nachtspeicheröfen in Wüppels bis zu Lüftungsheizungen in Hohenkirchen und Tettens reichen. Fehlende Dämmung, geringe Lüftungsmöglichkeiten und daraus resultierend sich in den alten Mauern niederschlagende Feuchtigkeit sind hingegen Umstände, denen begegnet werden muss, um die denkmalgeschützten Gotteshäuser zu erhalten. Die nachhaltigste Methode sei, nicht mehr zu heizen, befand Wiebke Weidner. Außerdem regte sie an, in den Kirchen als erstes gründlich aufzuräumen, das sei noch wichtiger als eine Energiesanierung.

In einem nächsten Schritt wird Wiebke Weidner Empfehlungen erarbeiten und anschließend mit den Mitgliedern des Bauausschusses erörtern. Sie kündigte ein Klimaschutzgesetz an, das die Landeskirche in Vorbereitung hat und klimatechnische Vorgaben für die einzelnen Kirchengemeinden enthalten wird.

Text: Herbert Ulfers/Dörte Salverius

 

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