Liebe Leserinnen und Leser,
die Sämaschine ist bereit, die Frühjahrsbestellung kann erfolgen. Doch beim näheren Hinsehen entdecken wir mehr auf unserem Titelbild. Da unterhalten sich Bauern im Hintergrund. Zwei Jungs blicken aus dem Bild. Ein Birkenkreuz liegt auf der Drillkombination und ein Osterstrauß weist auf Ostern hin. Die grüne Aussaatwanne leuchtet im kräftigem grün mit Sommerkorn und die große Drille bietet reichlich Platz. Die Bedeutung der Landwirtschaft hat auch einen hohen Stellenwert in der Bibel. Zahlreiche Gleichnisse Jesu haben eindeutige Bezüge zur Agrarwelt. Sie sind unkompliziert, einfach und bodenständig, wie z.B. das Gleichnis vom Sämann (Matthäus 13) oder vom reichen Bauern (Lukas 12). Jesus vergleicht sich selbst mit einem Weizenkorn: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ (Joh 12,24) Das Korn ist leblos. Erst in der Erde keimt es und arbeitet sich wie alles was wächst zum Licht hinauf. So selbstverständlich und doch immer wieder beeindruckend. Das Wachstum folgt den einfachen und doch komplexen Gesetzen der Natur. Jesus sagt: „Wer Ohren hat der höre!“ Die Zeit ist immer vorhanden, selbst zum Acker für die Botschaft Gottes zu werden, denn Jesus spricht den Kleibauern in uns an! Er hat die Leute auf dem Land aufgesucht, in verständlicher Alltagssprache bildhaft die Sache mit Gott ausgelegt. Im Titelbild stehen die Erwachsenen für Erfahrung, die sie weitergeben und darauf vertrauen, dass es auch ankommt. Die beiden Jungs stehen für das Wachstum und die Zukunft. Die alte Saatwanne steht für die alte Arbeitsweise, ohne die wir die neue Arbeitsweise nicht verstehen können. Und so ist es auch mit Ostern. Ohne die alten Erfahrungen von Tod und Vergänglichkeit kann ich das Leben nicht verstehen. Im Grunde können wir ohne Vergänglichkeit nichts davon verstehen. Zuvor muss etwas in die Erde fallen und das geschieht nicht von alleine. Der Boden muss bestellt werden. Aber nur wenn wir von der Hoffnung getragen werden, dass auch etwas aufwächst, ist der Lebensacker und der Feldacker gut bestellt. Dazu brauchen wir in der Landwirtschaft Dünger und bei Jesus Liebe. Liebe und Hoffnung sind die Eckpfeiler der Osterbotschaft. Im Gesangbuch unter der Nummer 98 finden wir ein Lied, das alles zusammenfasst, was den Weg zu Ostern beschreibt und auch in unserem Titelbild angedeutet wird. „Korn das in die Erde in den Tod versinkt. Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt. Liebe lebt auf, die längst e erstorben schien. Liebe wächst wie Weizen, und der Halm ist grün. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn. Hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien. Liebe wächst wie Weizen, und der Halm ist grün."
Ihnen eine gesegnete Zeit, bleiben sie behütet und Gesund,
Ihr Diakon Fredo Eilts
