Die Königin der Instrumente soll wieder klingen

„Singet dem Herrn ein neues Lied“, fordert der Schriftzug auf dem Prospekt der St. Jooster Orgel auf. Foto: Dörte Salverius

„Singet dem Herrn ein neues Lied“. Die goldenen Lettern über dem linken Flügel des Orgelprospekts in der St. Jooster Kirche sind zwar schon etwas verblasst, aber noch lesbar. „Singet dem Herrn ein neues Lied“ ist eine von Johann Sebastian Bach komponierte Kirchenkantate. Ob sie auf dem Instrument  wohl schon einmal gespielt wurde?

Anfang des Jahres ist die Orgel in der St.-Jodokus-Kirche  von Natalia Gvozdkova auf Herz und Nieren geprüft worden. Anschließend begutachtete die Sachverständige der Landeskirche auch die Orgel in der Wüppelser Kirche. Beide Instrumente sind nicht mehr im allerbesten Zustand, das ist nicht zu überhören. Ja, eine Sanierung lohne noch, lautete das Urteil der Expertin.

Die „Königin der Instrumente“ soll in beiden Kirchen wieder „königlich“ klingen, sind sich die Mitglieder des Gemeindekirchenrats einig. Sie beschlossen, Mittel für die Instandsetzung bereitzustellen. Bevor für die erforderlichen Arbeiten allerdings der Auftrag vergeben werden könne, seien in beiden Kirchen noch Renovierungsarbeiten erforderlich, besonders auch im Bereich der Orgelböden, um dort das Raumklima für die wertvollen Instrumente zu verbessern, erklärte der Kirchenälteste Heinz Martin. Die Kirchenmusikerin und Sachverständige Natalia Gvozdkova wird die Sanierung der Orgeln begleiten. Und vielleicht erklingt in St. Joost ja nach erfolgreicher Instandsetzung die schöne Bachkantate „Singet dem Herrn ein neues Lied“.

Über dem rechten Flügel des Prospekts hat der Orgelbauer übrigens die Zeile  „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ gesetzt. Sie stammt aus dem 100. Psalm, der von Felix Mendelssohn Bartholdy vertont wurde. Dörte Salverius


 

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