Ein Besuch der Wüppelser Kirche lohnt sich jetzt erst recht. Der Innenraum ist von der Firma Hinrichs saniert worden. Unter anderem musste quadratmeterweise loser Putz von den Wänden entfernt werden. Dabei entdeckten die Handwerker im Bereich der Kanzel alte Malereien, die sie sorgsam frei legten. Sie mögen aus den Anfängen des über 700 Jahre alten Bauwerks stammen. Bei den beiden Malereien dürfte es sich um leider nur noch schlecht erhaltene Weihekreuze handeln, wie sie auch in der Kirche in Hohenkirchen noch zu sehen sind. Die Hohenkirchenerin Gerda Preißler (verstorben) erklärte in ihrer Schrift über das Hohenkirchener Gotteshaus, was diese Weihekreuze bedeutet haben: „Es sind Zeichen als Sinnbilder der 12 Apostel, die für die Kirchweihe aufgemalt wurden“. Der Innenraum der Wüppelser Kirche ist in Teilen neu verputzt und wieder weiß gestrichen worden. Die beiden Kreuze sind als sichtbare Zeugnisse der Kirchengeschichte erhalten geblieben.
Die Sanierungsarbeiten umfassten auch den Orgelboden. Bis Ende des Jahres, so der Plan des Kirchenrates, soll dort noch ein Fenster erneuert werden. In einem nächsten Schritt wird der Innenraum der St. Jodokus-Kirche in St. Joost renoviert bevor es dann an die Instandsetzung der beiden Orgeln geht.
Dörte Salverius
